Von alten Mächten

 

Schilf

Grün leise

Rauschend der

See auf dem

Ich bin im

Hinausgebauten

Unterstand

 

Stengel Blätter Ich

 

Von den

Alten Mächten

Luft

Wasser

Licht

Umfangen ernährt

 

 

 

 

 

Unter dem Wolkenfeld die alten

Mächte. Laut in der Stille. Pferde

ziehen am Fenster vorbei.

 

Die Hufe schweigen. Wiegende

Schatten, geisterhaft wie ein

Gespräch früher Hügel.

 

 

 

 

Nachtflug

 

schneller als der Flug der Mauersegler

fliegt die Nacht schneller als Regen fällt

 

der rechteckige schirm vor dem haus

wirft Licht in die rasende alte Nacht

 

 

 

Aus Schilf steigt das Gutshaus weißgrün.

Regen und Wind lecken hungrig am Stein.

Dumpfe Trauer blickt aus den Fenstern:

 

Nie wieder!

 

Spricht doch – wer? Nur Ried vom rost’gen

Teich. Im Frühjahr stutzt jemand die Bäume.