Heliand

 

Am Fremdenhof steht Seegras

unter dem fahlen Mond.

 

Die Steinzonen der Erde wachsen

in die Kälte der Automatennacht.

 

Der König sucht Antwort in rasender Zeit.

Sein Schwert steckt im verdorrten Baum.

 

Die Holunderteller versinken im Moder.

Über Brachfelder streicht der Wind.

 

 

 

Acheron

 

Was vorüberglitt übers

Mauerwerk: Einst Steine

mit Namen der Aktiven.

 

Den ferngezackten Berg

im Auge − die Wegezeichen

der Versunkenheit.

 

Im Sonnenstaub die nordische

Kiefer. Grenzzonen blicken

über das Schweigen.

 

Dämonenanbeter im

schwindenden Licht geistern

über den Acheron.

 

 

 

Letztes Radiofenster öffnet sich. Ein
Vogel zieht Spuren der Erinnerung über
Blaue Seen im Dutzend der Teleskope.

Fern (unten) die Wermutpflanze. Des Adlers

Flug. Traum und Widerschein: Mahnmal der

Verlorenheit. Die Sonne sendet Boten durch

Wolkenrauch.

 

Der Berg Geist birgt Skriptorien des

Bewußtseins. Schatten durchziehen den

Gleichmütigen Hain, geben Kunde von jenen

Dichten Wolken interstellarer Materie

Wo Sterne: Sterne gebären.

Wer darüber weiß empfindet

Glück oder Trauer.

Im Rohr tönt Aufbruch das lichte Grün des

Frühlings: Noch ist Aornos nicht überall.